
Ein häufiger Übertragungsweg bei Erkältungen: Tröpfcheninfektion durch die Luft
Das Immunsystem (lat. immunis = frei, unberührt) dient dem Organismus vornehmlich zur Abwehr von Krankheitserregern und Fremdstoffen, die von außen in ihn eingedrungen sind. Darüber hinaus kann das Immunsystem krankhaft veränderte körpereigene Zellen erkennen und beseitigen.
Das Immunsystem besteht aus einer spezifischen (erworbenen) und einer unspezifischen (angeborenen) Immunabwehr, denen verschiedene Funktionsweisen zugrunde liegen und die sich bei einer Immunantwort gegenseitig ergänzen. In der Folge von Immunreaktionen entstehen Entzündungen, die zur Beseitigung der schädigenden Zellen oder Fremdkörper führen.
Wenn das Immunsystem gestört ist und somit die Immunreaktion des Organismus bei Kontakt mit Krankheitserregern oder Fremdstoffen unzureichend ist oder ganz fehlt, sind die Betroffenen anfälliger für Infekte. Solche Störungen des Immunsystems können als so genannte Immunschwächekrankheiten auftreten. Sie können sowohl in Form von Gendefekten, aufgrund derer eine oder mehrere Komponenten des Immunsystems gestört sind, angeboren sein als auch durch bestimmte Erkrankungen (z.B. Leukämie, AIDS) im Lauf des Lebens erworben werden.
Darüber hinaus wird die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems durch Faktoren wie Ernährung, Darmflora bzw. physischen und psychischen Zustand beeinflusst. Fehlen z.B. in der Nahrung dauerhaft bestimmte Stoffe wie Eisen, Zink oder Vitamine, ist die Fähigkeit des Körpers zur Immunabwehr herabgesetzt. Auch Stressfaktoren können die Immunabwehr erheblich beeinflussen. Maßnahmen wie eine vernünftige Abhärtung und regelmäßige Bewegung in Form von Spaziergängen oder leichtem Sport stärken das Immunsystem. Auch verschiedene naturheilkundliche Verfahren wie Hydrotherapie (Sauna, Bäder, Wechselduschen) oder Phytotherapie (Anwendung pflanzlicher Extrakte, z.B. Granatapfel, Sonnenhut oder Arnikawurzel) wirken sich positiv auf die Funktionsfähigkeit des Immunsystems aus.
Quelle: www.onmeda.de, red.-mod.
