
Schmerzhafte Harnwegsinfektionen können mit Cranberry-Extrakt behandelt werden
Als Zystitis (auch Blasenentzündung, Harnwegsinfekt, oder Flitterwochen-Entzündung) wird eine Entzündung der Harnblase (untere Harnwegsinfektion) bezeichnet. Meist verläuft die Blasenentzündung aufsteigend, d.h. von der Harnröhre kommend, durch Keime auf der Haut und in der Analgegend.
Lange haben auch wir vom Portal Naturheilkunde nach einem Produkt gesucht, mit dem wir in unserer täglichen Praxis nicht nur eine Blasenentzündung behandeln können, sondern gleichzeitig auch die Blase stärken. Doch wir sind fündig geworden.
Tipp aus der Praxis
In Deutschland gibt es jetzt mit Cystorenal® Cranberry plus, Kapseln (rezeptfrei in Apotheken) ein Naturprodukt, mit dem akute, wiederkehrende Infektionen der Harnwege und gleichzeitig die Reizblase behandelt werden können. Diese besondere Vitalkombination, bestehend aus Cranberry-Spezialextrakt, Kürbiskernextrakt und Vitamin-C wirkt dabei dreifach: Der Cranberry-Spezialextrakt enthält Proanthocyanidine in hochdosierter Form, die das Anheften von E.coli an die Zellen des Harntraktes verhindern und die Harnwege beruhigen. Der Kürbiskernextrakt stärkt zusätzlich die Blase und unterstützt die Ausschwemmung der Bakterien. Das ebenfalls enthaltene Vitamin-C stärkt zugleich noch das Immunsystem. Diese Kombination ist sehr gut verträglich und kann neben der akuten Behandlung auch langfristig, vorbeugend eingenommen werden.
Merkmale
Bei der Zystitis unterscheidet man eine akute, durch bakterielle Infektionen hervor gerufene, und eine chronische Form. Außerdem sind in den meisten Fällen auch die ableitenden Harnwege (z.B. Harnröhre, Harnleiter und Nierenbecken) betroffen. Das ist dann ein so genannter Harnwegsinfekt. Bei der unteren Harnwegsinfektion handelt es sich um eine Infektion der Harnröhre bzw. Harnblase und bei der oberen Harnwegsinfektion um eine Infektion des Nierenbeckens.
Ursachen
Die häufigste Ursache für eine Blasenentzündung sind bakterielle Infektionen, vor allem aus der Fäkalflora durch Escherichia coli, Enterokkoken, Proteus oder Staphylokokken. Bei jungen Frauen, bei denen aufgrund der kurzen Harnröhre Harnwegsinfektionen häufiger auftreten, kommen außerdem noch zunehmend Infektionen mit Chlamydia trachomatis, einem Zellparasiten, hinzu.
Weitere Risikofaktoren sind:
- Öströgenmangel bei Frauen. Fördert während den Wechseljahren das Keimwachstum
- Abwehrschwäche. Bei z.B. Kleinkindern, chronisch Kranken oder verursacht durch Medikamente wie Kortison
- Stoffwechselerkrankungen. Z.B. Zuckerkrankheit oder Gicht
- Harnabflussstörungen. Z.B. durch Harnsteine, Fremdkörper oder Verengungen der Harnröhre
- Harnrückfluss in die Harnleiter
- Eingriffe an den Harnwegen. Z.B. durch einen Blasenkatheter
- Genetische Faktoren, durch die eine erhöhte Haftung an der Schleimhaut der Harnröhre bewirkt wird
- Vergrößerte Prostata. Meist bei älteren Männern
- Schwangerschaft und Geburt begünstigen ebenfalls das Eindringen von Keimen
- Spermizide zur Schwangerschaftsverhütung
- Reinigungsmittel und Intimsprays
Weitere Auslöser sind:
- Infektion mit Schistosoma haematobium, einer Tropenkrankheit die vor allem in Afrika, Asien und dem Nahen Osten auftritt. Ca. 200 – 300 Mio. Menschen sind von diesem Parasiten befallen
- Nierentuberkulose, diese Erkrankung ist in Mittel- und Westeuropa allerdings selten geworden
- Viren. Z.B. der Adeno- und Polyomavirus
- Pilze. Z.B. Candida albicans von dem vor allem Abwehrgeschwächte und Patienten, die mit bestimmten Antibiotika behandelt werden, betroffen sind.
- Auch radioaktive Bestrahlung, sowie bestimmte Chemotherapeutika zur Behandlung von Tumoren in diesem Bereich können zu Blasenentzündungen führen.
Frauen sind häufiger von Blasenentzündungen betroffen als Männer. Das liegt daran, dass die Harnröhre der Frauen wesentlich kürzer ist, als die der Männer und sich damit Infektionen leichter ausbreiten. Häufig treten hier Blasenentzündungen im Zuge eines Harnwegsinfekts oder bei falscher Hygiene auf, aber auch Geschlechtsverkehr ist ein Risikofaktor.
Symptome einer Blasenentzündung sind:
- Das Wasserlassen fällt schwer (Dysurie)
- Schmerzen und Brennen beim Entleeren der Harnblase (Algurie)
- Häufiger Harndrang (Pollakisurie) mit geringen Harnmengen
- Schmerzen und eventuell Krämpfe über dem Schambein
In den meisten Fällen verläuft eine Blasenentzündung unproblematisch, allerdings kann es in manchen Fällen zu folgenden Komplikationen kommen:
- Nierenbeckenentzündung, die im schlimmsten Fall mit Nierenversagen endet
- Blutvergiftung
- Entzündung der Prostata
- Nekrosen und Verkalkungen der Blasenwand, was zu einer so genannten Schrumpfblase führen kann
Zur Diagnose einer Blasenentzündung werden meist folgende Parameter herangezogen:
- Krankengeschichte
- Untersuchung des Urins. Wolkiger, blutiger oder faul riechender Urin sind die ersten Hinweiseauf eine Zystitis. Des Weiteren wird auch auf weiße und rote Blutkörperchen, Schleim, abgestorbene Zellreste und Bakterien untersucht
- Ultraschall, um weitere Begleiterkrankungen, z.B. Harnsteine, ausschließen zu können.
Bei einer chronischen Blasenentzündung werden meist noch folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Messung der Harnröhrenweite
- Uroflowmetrie
- Miktionszystourethgrafie
- Endoskopie
Therapie
Zur Behandlung einer Blasenenzündung gibt es zunächst allgemeine Ansätze.
Antibiotika Therapie:
Bei einer bakteriellen Ursache wird der behandelnde Arzt bei einer akuten Blasenentzündung im Zweifelsfall immer auf die Behandlung mit Antibiotika zurückgreifen. Begleitend können z. B. auch krampflösende Mittel verordnet werden (sog. Spasmolytika, z.B. Buscopan®).
Naturheilkundliche Therapie:
Die Naturheilkunde hält mit der amerikanischen Preiselbeere und Kürbiskernen zudem erprobte und wirksame Mittel gegen Harnwegsinfektionen bereit.
Neue Kombination aus der Natur: Cranberry plus Kürbiskerne
Schon im Jahr 1923 wurde erstmals die Anwendung der Cranberry – amerikanische Preiselbeere – wissenschaftlich nachgewiesen: In vielen Studien wurde inzwischen die antibakterielle Wirkung und insbesondere die Hemmung der Adhärenz von Bakterien belegt (z.B. Valentova et al., 2007; Lee et al., 2000; Bruyere, 2006; Schmidt et al., 1988). Die für diese Wirkungen verantwortlichen Stoffe sind Cranberry-Proanthocyanidine, die die Bakterien wie einen Mantel einhüllen, so dass diese sich in der Blase und in der Niere nicht mehr festsetzen können. Die Bakterien werden so effektiv mit dem Harn wieder ausgeschwemmt. Werden Cranberrys rechtzeitig – möglichst vorbeugend – eingenommen, wird durch den ‘Anti-Haft-Effekt’ nicht nur die Blasenentzündung, sondern auch die Anwendung von Antibiotika vermieden.
Kürbiskerne für eine starke Blase
Optimieren lässt sich die Behandlung einer Blasenentzündung noch durch Kürbiskernsamen. Diese sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie z. B. Vitamin E oder Linolsäure. Aufgrund ihrer blasenkräftigenden Eigenschaften sind Kürbissamen in der Naturheilkunde schon seit Jahrhunderten bekannt. Die Blasengesundheit wird durch eine Verminderung des Harndrangs sowie Linderung von Reizzuständen der Blase unterstützt.
Begleitende Maßnahmen zur Linderung von Schmerzen und Beschwerden:
- Viel Trinken (speziell gut verträgliche Kräutertees, gerade bei akuten Beschwerden)
- Manuelle Ansätze (z. B. Wärmflasche, T.E.N.S.,…)
- Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten Schmerzen eignen sich folgende Analgetika: Acetylsalicylsäure (z. B. ASS-ratiopharm®, Aspirin®), Paracetamol (z.B . ben-u-ron®) und sog. nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen (z.B. Brufen®, Dolgit®).
- Akupunktur (spez. bei chronischen Schmerzen)
Werden die mit einer Blasenentzündung in Zusammenhang stehenden Beschwerden chronisch, sollte ein erfahrener Schmerztherapeut bzw. eine Fachklinik für Schmerztherapie kontaktiert werden. Hier gilt generell: Je früher desto besser.
