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Bockshornklee

Trigonella foenum-graecum

Bockshornkleesamen

Bockshornsamen war im alten Ägypten Grabbeigabe

Der Bockshornsamen kommt in den Mittelmeerländern frei in der Natur vor, wo er auf steinigen Hügeln wächst. In unseren Breiten wird er als Heil- und Futterpflanze angebaut.

Die Hauptanbaugebiete liegen heutzutage vor allem im Mittelmeerraum, dem nahen Osten und Nordafrika. Nachweise über die Ackerkultur des Bockshornklees gibt es allerdings schon aus der Zeit des alten Ägypten.
Im Mittelalter war die Kultur von Bockshornklee bis nach Hannover und Mecklenburg verbreitet. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es noch Feldkulturen in Thüringen, Sachsen, in der Oderniederung sowie in Franken zwischen Bamberg und Nürnberg.

Der Bockshornklee hat als Heilpflanze eine große Vergangenheit. Auch als Grabbeigabe bei Tut Ench Amun fand man den Samen. Die frischen Schösslinge der Pflanze wurden in Ägypten als Gemüse gegessen. In der griechischen Antike nannte man die Pflanze “Philosophenklee”, da die Herren dieses Berufsstandes den Samen zu kauen pflegten. In Schriften der Hippokratiker im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. wird er in erster Linie als Schleimmittel gebraucht.

Volksheilkunde
Erst durch Pfarrer Kneipp wurde die Verwendung des Bockshornklees wieder neu belebt. Kneipp lobte diese Heilpflanze bei jedem Anlass sehr und setzte sich auch stets für deren Anbau ein und sagte einmal:

“Foenum graecum ist das Beste von allen mir bekannten Heilmitteln zum Auflösen von Geschwülsten und Geschwüren.”

“Der zu Pulver feingeriebene Samen wird in Form von Breiumschlägen angewendet, die möglichst warm aufgelegt werden sollen. Diese warmen Breiumschläge lindern die gichtischen Schmerzen sowie Neuralgien, Ischias, Drüsenanschwellungen. Sogar verhärtete skrofulöse Knoten der Brust werden nicht nur wohltuend, sondern heilend beeinflusst und selbst die schlimmsten Furunkel, Fistelbildungen, Knocheneiterungen, offene Füße, Oberschenkelgeschwüre und Tumore werden geheilt.”

“Ferner leistet der Tee sehr gute Dienste bei Rachitis der Kinder, Skrofulose, Lungen-, Knochen- und Gehirntuberkulose und bei Hinfälligkeit durch vorgeschrittene Zuckerkrankheit. Als Gurgelwasser wirkt der Tee hervorragend bei allen entzündlichen Vorgängen des Rachens und der Mundschleimhaut.”

Anwendung beim Menschen
Die Anwendung von Bockshornkleesamen beim Menschen ist so vielfältig, dass es schwer fällt, Schwerpunkte für irgendwelche Krankheitsbilder herauszufinden. Die innerliche Anwendung von Bockshornkleesamen ist nahezu genauso vielfältig wie die äußerliche Anwendung.

Wie bei vielen Naturheilmitteln ist die Liste der Indikation noch nicht erschöpft. Heute noch wird in den Ländern des Nahen Ostens und in anderen Entwicklungsländern Bockshornklee bei chronischen Erkältungen, Drüsenschwellungen, Koliken, Furunkeln und ähnlichen Krankheiten angewendet.

Anwendung in der Homöopathie
In der Homöopathie wird eine vorzügliche Tinktur hergestellt, die innerlich gegen Hämorrhoiden, Erkältungskrankheiten, Grippe und zur Blutreinigung dient und äußerlich zur Wundenbehandlung angewendet wird.

Wirkung bei Haarausfall belegt
Rund zwei Drittel aller Männer und ein Drittel aller Frauen sind von vermehrtem Haarausfall betroffen. Die Inhaltsstoffe des Bockshornsamen-Konzentrats regen die Durchblutung des Haarbodens an und regulieren den Hormonhaushalt, der einen wichtigen Einfluss auf den Haarwuchs hat.

Eine aktuelle Studie (2006) unter der Leitung von BioTeSYs belegt, dass Bockshornsamen kombiniert mit Mikronährstoffen das Haarwachstum verbessert. An der Studie nahmen je 30 Männer und Frauen im Alter von 30 bis 67 Jahren teil: 83 Prozent der betroffenen Teilnehmer berichteten, dass sich ihre Haardichte und -dicke signifikant erhöht hat. 75 Prozent von ihnen sagten, dass die Widerstandskraft ihrer Haare verstärkt wurde. Die randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie wurde nach aktuellen wissenschaftlichen Standards durchgeführt.

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