Passiflora incarnata

Als Zutat wirkt Passionsblume gegen leichte Angststörungen, nervöse Unruhezustände und Schlafstörungen
Die Passionsblume ist ein kletternder, bis zu 10 m hoch wachsender Strauch mit wechselständigen, gestielten, dreilappigen Blättern. In den Blattachseln entspringen Nebenblätter und korkenzieherartige Ranken. Ebenfalls aus einer Blattachsel entspringt ein 8 cm langer Blütenstiel, der eine große, zwittrige Blüte trägt. Das Aussehen der Blüte erinnerte europäische Missionare in Südamerika an die Leiden Christi am Kreuz, was für den Namen der Pflanze (von passion = Leiden und flora = Blume) ausschlaggebend sein sollte.
Anwendung
- leichte Angststörungen
- nervöse Unruhezustände
- Schlafstörungen
Passionsblumenkraut enthält Flavonoide, Cumarine, Zucker, Glykoproteine und geringe Mengen an ätherischen Ölen. Traditionsgemäß werden Zubereitungen vor allem in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen und Einschlafstörungen verwendet. Als wirksames Prinzip scheinen die überwiegend als C-Glykoside vorliegenden Flavonoide in Frage zu kommen. Zubereitungen aus dem Passionsblumenkraut scheinen insbesondere die Symptome ängstlich-nervöser Stimmungszustände zu bessern und sich als Tagessedativum zu eignen. Bei Schlafstörungen wird Passionsblumenkraut meist mit anderen Sedativa, wie Baldrian, Hopfen und Melisse kombiniert.
Die in anderen Passionsblumenarten vorkommenden Harman-Alkaloide scheinen in P. incarnata nicht oder nur in Spuren vorzukommen. P. incarnata enthält als einzige Passiflora-Art das cyanogene Glykosid Gynocardin, aus dem sich nur schwer Blausäure abspalten lässt.
Literatur
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