Laut Schätzungen sind weltweit 36 Millionen Menschen von Demenz betroffen – 28 Millionen davon wissen jedoch noch nichts von ihrer Erkrankung. Der aktuelle Welt-Alzheimer-Report 2011 appelliert an eine verstärkte Aufklärung und frühe Diagnose. So kann auch diesen Menschen der Zugang zu evidenzbasierter Behandlung, Pflege und Unterstützung ermöglicht werden.
Wie die systematische Auswertung der wissenschaftlichen Literatur zur frühen Diagnose und Intervention bei Demenz durch Forscher des Londoner King’s College zeigt, halten die meisten Demenzpatienten eine frühe Diagnose der Erkrankung für wichtig. Denn sie ermöglicht den Patienten, ihren weiteren Lebensverlauf zu planen, solange sie noch über wichtige Dinge selbst entscheiden können. Arzneimittel und nicht medikamentöse Behandlungen können den Verlauf der Krankheit verlangsamen, die Lebensqualität positiv beeinflussen und eine Unterbringung im Heim hinauszögern. Je eher mit einer Behandlung begonnen wird, desto größer ist der Effekt.
Wie eine aktuelle Studie zeigt, kann bei Menschen mit leichten Wahrnehmungsstörungen (mild cognitive impairment) – einer Vorstufe der Alzheimer-Krankheit – durch die Einnahme von Folsäure, Vitamin B6 und B12 das Fortschreiten der Demenzsymptome verlangsamt werden. Werden die B-Vitamine mit der Aminosäure L-Arginin kombiniert, kann zudem die Durchblutung verbessert und das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt werden.
Quellen:
- Smith A. D. et al. (2010) PLoS ONE 5(9): e12244. doi:10.1371/journal.pone.0012244.
- Welt-Alzheimer-Report 2011 (www.alz.co.uk)
