
Der Verzehr von Nüssen kann den Blutzuckerspiegel langfristig senken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, kanadischen Studie, die unlängst in der amerikanischen Fachzeitschrift “Diabetes Care” veröffentlicht wurde. Allerdings müssen aufgrund des hohen Fettanteils von Nüssen an anderer Stelle Kalorien eingespart werden.
Unter der Leitung von David Jenkins wurden 117 Patienten mit Typ-2-Diabetes untersucht. Dazu wurden die Studienteilnehmer auf drei Gruppen verteilt. Eine Gruppe verzehrte jeden Tag 75 Gramm Nüsse. Die zweite Gruppe bekam stattdessen Muffins zum Verzehr. Den Teilnehmern aus Gruppe Drei wurde täglich jeweils eine halbe Portion Nüsse oder Muffins serviert.
Anstieg ungesättigter Fettsäuren als Ergebnis
Bei den Teilnehmern, die ausschließlich Nüsse konsumierten, stieg der Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren um 8,7 Prozent. Das hatte auch unmittelbaren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Der HbA1c-Wert (Maß für den mittleren Blutzuckerwert) sank signifikant. Dieser Effekt konnte für die beiden anderen Gruppen nicht nachgewiesen werden. Zudem reduzierte sich bei den Patienten, die nur Nüsse verzehrten der Anteil an LDL-Cholesterin, während das Körpergewicht stabil blieb.
Das kanadische Forscherteam kommt zu dem Schluss, dass der Verzehr von 75 Gramm Nüssen täglich, den Blutzuckerspiegel und die Blutfettwerte positiv beeinflusst. Auch wenn Nüsse die medikamentöse Therapie natürlich nicht ersetzen können, stelle der Konsum eine sinnvolle Ergänzung dar.
Quelle: aerzteblatt.de / Diabetes Care (doi: 10.2337/dc11-0338)
