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Fischöl bremst Wachstum von Prostata-Krebszellen

14. 11. 2011, Redaktion

Thunfisch enthält Omega-3-Fettsäuren

In einer Untersuchung haben jetzt US-Forscher aus Los Angeles nachgewiesen, dass bei Männern mit Prostatakrebs, die ihre Ernährung umstellen und mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, das Wachstum der Tumorzellen ausgebremst werden kann.

In der Studie erhielten 55 Männer mit Prostatakarzinom vier bis sechs Wochen vor der Entfernung der Prostata unterschiedliche Mahlzeiten. Etwa 50 % der Teilnehmer bekamen die übliche US-amerikanische Diät, bei der 40 % der Kalorien überwiegend aus gesättigten Fettsäuren stammen, das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren betrug 15:1. Die übrigen Teilnehmer erhielten eine fettreduzierte Diät, bei der nur 15 % der Kalorien aus Fetten stammten, und das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei 2:1 lag. Um dieses günstige Verhältnis zu erreichen, erhielten die Männer in dieser Gruppe zusätzlich täglich 5 g Fischöl.

Teilungsrate der Krebszellen signifikant niedriger
Nach der operativen (Teil-) Entfernung der Prostata wurden die Tumorzellen genauer untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass sich bei Männern mit der Fischöldiät in den Zellmembranen das Fettsäureverhältnis zugunsten von Omega-3-Fettsäuren verschoben hatte.

Wie die Ergebnisse zudem eindrucksvoll zeigen, lag mit der Fischöldiät die Teilungsrate der Krebszellen ein Drittel unter der von Männern mit normaler Ernährung. Dies ist von großer Bedeutung, da eine hohe Teilungsrate mit einer ungünstigen Prognose und einem erhöhten Metastasierungsrisiko einhergeht. Auch das Rezidivrisiko nach der Prostata-Op ist erhöht, wenn sich die Tumorzellen schnell teilen.

Wurde das Serum der Männer mit der Fischöldiät in vitro verwendet, so konnte die Teilung von Krebszellen ebenfalls gebremst werden. Beim Serum der Männer mit der herkömmlichen Ernährung gelang dies nicht. Über welche Faktoren dieser günstige Effekt vermittelt wird, ist allerdings noch nicht geklärt.

Quelle: Cancer Prev Res 2011; 4:1-10

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