
Kartoffeln können – solange sie nicht als fettige Pommes oder Chips verzehrt werden – den Blutdruck senken. Dies berichten US-amerikanische Forscher der Universitiy of Scranton auf dem 242. Nationalen Treffen der American Chemical Society (ACS).
In einer Studie mit 18 übergewichtigen Bluthochdruck-Patienten wurden von den Teilnehmern zweimal täglich sechs bis acht ungeschälte, in der Mikrowelle gekochte Kartoffeln gegessen. Verwendet wurden violette Kartoffeln, da diese viele Pigmente enthalten und reich an sogenannten sekundären Pflanzenstoffen sind, die positive Wirkungen auf den menschlichen Körper haben können. Der Blutdruck der Studienteilnehmer wurde regelmäßig gemessen. Nach einem Monat stellten die Wissenschaftler fest, dass der obere, systolische Blutdruckwert (entsteht in der Entspannungs- und Auswurfphase des Herzens) um 3,5 % und der untere, diastolische Wert (Entspannungs- und Füllungsphase des Herzens) um 4,3 % gesunken waren. Keiner der Teilnehmer nahm an Gewicht zu.
Laut der Forscher habe die Kartoffel immer noch zu Unrecht einen schlechten Ruf als Dickmacher. Wer sie jedoch ohne Zusatz von Fett genießt, nimmt mit der Kartoffel lediglich 110 Kalorien und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe sowie Vitamine zu sich. Wie die Wissenschaftler annehmen, haben nicht nur die violetten Knollen, sondern auch die roten und weißen Sorten ähnlich positive Wirkungen auf den Blutdruck.
Quelle: netdoktor.de
