Eine falsche Ernährung ist nicht die Ursache für einen hohen Cholesterinspiegel. Allerdings kann eine ausgewogene Ernährung erhöhte Cholesterinwerte senken. Darauf weisen die deutsche Gesellschaft für Ernährung und die Lipid-Liga (Wiesbaden) anlässlich einer forsa-Umfrage zum Tag des Cholesterins am 17. Juni hin. 91 Prozent der Befragten hielten eine falsche Ernährung für hohe Cholesterinwerte verantwortlich.
Laut Prof. Heiner Boing, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, erhöht eine hohe Zufuhr von Nahrungscholesterol aber nur bei einigen Menschen den Cholesterinspiegel. Zahlreiche Studien belegen allerdings die positive Wirkung von ausgewogener, kalorienarmer Kost auf den Cholesterinspiegel. Eine an Ballaststoffen und pflanzlichen Ölen reichhaltige Ernährung kann einen zu hohen Cholesterinspiegel senken, und somit auch das Risikofür Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mindern.
Auch die Lipid-Liga in Wiesbaden hält die Bedeutung des Nahrungscholesterins für erhöhte Werte häufig für überschätzt. Dennoch gibt sie die Empfehlung aus, die Gesamtfettzufuhr auf 60 Gramm am Tag zu begrenzen und auf die Fettqualität zu achten. Neben dem Verzehr von nativem Oliven- und Rapsöl rät die Gesellschaft dazu, zweimal wöchentlich Omega-3-Fettsäuren haltigen Fisch wie Lachs, Scholle und Hering zu essen. Lebensmittel, die laut Verpackung “gehärtete Fette” oder “pflanzliche Fette, z.T. gehärtet” enthalten sollten nicht auf dem Speiseplan stehen.
Auch der Verzehr von Nüssen und Sojaproteinen sowie regelmäßige Bewegung senkt nach Angaben der Lipid-Liga den Cholesterinspiegel und somit das Herzinfarktrisiko.
Quelle: dpa/Onmeda.de

