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Schützen Äpfel das Herz?

20. 10. 2011, Redaktion

ApfelIm Rahmen einer neuen Studie der Universitiy of Western Australia und dem australischen Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung haben Forscher das altbekannte Sprichwort “An apple a day keeps the doctor away” näher beleuchtet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Äpfel aufgrund ihres hohen Flavonoidgehaltes die Blutgefäße entspannen und somit vor Bluthochdruck und Herzerkrankungen schützen könnten. Die höchsten Flavonoidmengen fanden die Wissenschaftler bei der Apfelsorte “Pink Lady”.

Der gesundheitsfördernde Einfluss flavonoidhaltiger Äpfel wurde an 30 gesunden Männern und Frauen getestet. Ein Teil der Teilnehmer aß eine Woche lang flavonoidreiche Äpfel während die anderen Studienteilnehmer Früchte ohne diese Pflanzenstoffe aßen. Nach einer mindestens 1-wöchigen Pause wurde gewechselt, sodass insgesamt alle Teilnehmer jeweils Äpfel mit und ohne Flavonoide zu sich genommen haben. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass der Verzehr von flavonoidreichen Äpfeln den Stickstoffmonoxid (NO)-Spiegel im Blut ansteigen lässt. Stickstoffmonoxid ist ein körpereigener Botenstoff, der für die Entspannung der Blutgefäße verantwortlich ist. Wenn sich die Blutgefäße nicht mehr richtig entspannen können, kann dies laut Studienleiter Professor Jonathan Hodgson zu Bluthochdruck und Herzerkrankungen führen.

Wie der zweite Studienleiter Assistenzprofessor Michael Considine sagte, sollen die neuen Erkenntnisse aus der Studie praktisch genutzt werden und zur Entwicklung neuer Apfelsorten mit einem hohen Flavonoidgehalt beitragen.

Quelle: Hodgson, J.M. et al.: Flavonoid-rich apples and nitrate-rich spinach augment nitric oxide status and improve endothelial function in healthy men and women: a randomised controlled trial. Free Radical Biology and Medicine, doi:10.1016/j.freeradbiomed.2011.09.028.

Weitere bedeutsame Quellen sekundärer Pflanzenstoffe sind u. a. auch der Granatapfel, die Cranberry oder Grüner Tee.

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