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Schweinegrippe – was jetzt wichtig ist!

30. 07. 2009, Redaktion

Die derzeit, in den Medien vielfach thematisierte Schweinegrippe wird durch Influenzaviren (Stamm meist H1N1 oder H3N2) beim Hausschwein verursacht. Isolieren konnte man das Virus, das sich recht einfach vom Schwein auf den Menschen übertragen kann, erstmalig 1930. Fast 80 Jahre später sorgt es für weltweites Aufsehen. Grund genug für das Portal Naturheilkunde, das Thema aufzugreifen.

Inkubationszeit
Beim Schwein beträgt die Inkubationszeit ca. ein bis vier Tage. Die Krankheit ist ca. sieben Tage akut, danach werden die Symptome schnell weniger. Beim Menschen beträgt die Inkubationszeit ebenfalls  ca. ein bis vier Tage, ansteckend kann die Krankheit schon am ersten Tag sein.

Vorbeugung gegen Schweinegrippe/Influenza
Derzeit gibt es zwar Impfungen gegen Influenza, allerdings noch nicht im Falle des neuen Typs. Ferner existieren Medikamente, die das Ansteckungsrisiko von Influenza vermindern. Von großer Bedeutung ist aber auch folgende Beobachtung: An den Orten, an denen die Schweinegrippe ausgebrochen ist, tragen viele Leute Mundschutz. Wichtig ist, die Übertragungswege der Influenza A/H1N1-Viren zu kennen, denn dadurch lässt sich die Infektionskette am besten unterbrechen. Zwei Übertragungswege sind im Hinblick auf die Vorbeugung von Schweinegrippe besonders zu beachten:

  • Die Tröpfcheninfektion durch kleine Tröpfchen, wie sie z.B. beim Husten herausgeschleudert werden
  • Der Kontakt mit kontaminierten (virenverseuchten) Gegenständen, z.B. einer Hand nach dem Niesen

Die Kenntnisse der Übertragungswege geben Hinweise, wie ein Schutz gegen Schweinegrippe sinnvoll gestaltet werden kann. Einige leicht umzusetzende Spielregeln helfen, sich (zumindest in Maßen) vor einer Influenza A/H1N1-Infektion zu schützen:

  • Hände waschen: Regelmäßig und gründlich mit Seife waschen, auch zwischen den Fingern!
  • Keine Hände schütteln, auch wenn dies in unserer Kultur fest verankert ist. Beim Hände schütteln werden zahllose Erreger übertragen
  • Nicht an Augen, Nase und Mund fassen, schon gar nicht mit ungewaschenen Händen. Schleimhäute bilden eine beliebte Eintrittspforte für Erreger
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften, das reduziert die Zahl der Influenza A/H1N1-Viren im Raum.
  • Abstand halten! Je weiter man von einem hustenden oder niesenden Menschen entfernt steht, desto besser.
  • Menschenansammlungen meiden, wenn massive Influenza A/H1N1-Infektionen in der eigenen Umgebung (Stadt) auftreten
  • Inwiefern medizinischer Mundschutz einen echten Schutz vor der Schweinegrippe bietet, ist nicht sicher geklärt. Dünne Schutzmasken aus Papier sind definitiv ungeeignet. Ein Atemschutz bietet unter Umständen Schutz vor Tröpfcheninfektionen
  • Die Einnahme von Tamiflu zur Vorbeugung ist ohne ärztliche Anweisung nicht empfehlenswert! Tamiflu wird nur bei Personen mit direktem Kontakt mit Infizierten und im Rahmen der Schweinegrippe-Therapie eingesetzt. Tamiflu sollte nicht über längere Zeit zur Vorbeugung gegen Schweinegrippe und schon garnicht ohne ärztliche Anweisung eingesetzt werden!
  • Stärkung der Abwehrkräfte mit viel Bewegung, ausreichend Gemüse und Früchten. Sie enthalten viel Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders wirksam unterstützt hier der Granatapfel das körpereigene Immunsystem und bildet einen Schutzschild vor dem Angriff von Viren und Bakterien

Schwangerschaft
Bei einer Grippe in der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten. Wenn eine Frau Schwanger ist, dann ist die Gefahr größer, dass Komplikationen bei einer Grippe auftreten. Schwangere Frauen gehören also zur Risikogruppe bei einer Influenza Epidemie. Es ist unerheblich um welche Art der Influenza es sich handelt. Die Gefahr der Schweinegrippe ist nicht anders zu bewerten als bei einer normalen Grippe.

Behandlung
Die Behandlung der Schweinegrippe erfolgt derzeit mit dem Wirkstoff Oseltamivir. Der Wirkstoff Oseltamivir ist ein Neuraminidase-Hemmer, der bewirkt, dass sich die Viren nicht weiter im Körper ausbreiten können.

Als Medikament ist vor allem Tamiflu zu nennen. Dies ist der Markenname des Medikaments. Oseltamivir ist der Wirkstoff von Tamiflu.Tamiflu bewirkt, dass sich die Viren nicht mehr von Zelle zu Zelle ausbreiten können. Die Viren werden nicht abgetötet, sondern lokal isoliert. Somit kann das eigene Immunsystem leichter mit den Viren fertig werden, da die Ausbreitung gestoppt wurde. Je früher die Behandlung beginnt, desto harmloser wird die Krankheit verlaufen.

Wenn Sie mit dem Verdacht auf Schweinegrippe oder einer normalen Grippe zum Arzt gehen, dann wird dieser als erstes einen Influenza Schnelltest machen. Dieser dauert ungefähr 15 Minuten. Danach kann sofort mit der Behandlung begonnen werden.

30.07.2009

Quellen

www.schweinegrippe-deutschland.de
www.schweinegrippe-ratgeber.net/2009/06/vorbeugung-schweinegrippe-schutz.html

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