Die in Traubenkernen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Polyphenole) könnten Alzheimer vorbeugen oder eine bestehende Erkrankung verlangsamen. Das fanden Wissenschaftler an der Mount Sinai School of Medicine (Minneapolis, USA) heraus. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift “Journal of Alzheimer’s Disease” stellten sie kürzlich ihre Ergebnisse vor.
Mäusen, die genetisch darauf programmiert waren, Alzheimer ähnliche Symptome zu entwickeln, wurde Polyphenol haltiger Traubenkernextrakt verabreicht. Das führte im Studienverlauf zu einer signifikanten Senkung eines bestimmten Eiweißstoffes, der für den Gedächtnisverlust verantwortlich ist.
Die gewonnenen Erkenntnisse könnten einen neuen Ansatz zur Alzheimerbehandlung darstellen. Studienleiter Giulio Maria Pasinetti wies darauf hin, dass Polyphenole aus Traubenkernen auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten werden. Aufgrund der guten Verträglichkeit seien diese Präparate auch für die Langzeiteinnahme geeignet.
Quellen: netdoktor.de / doi: 10.3233/JAD-2011-110383
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