Alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland sollten zusätzlich Vitamin D3 erhalten. Das ist die Empfehlung der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ). Bisher galt dies nur für Säuglinge.
Die Berliner Fachgesellschaft begründet die Ausweitung der Empfehlung in einer aktuellen Stellungnahme. Demnach weisen die meisten Kinder und Jugendlichen jenseits des Säuglingsalters zu niedrige Vitamin-D-Werte auf.
Besonders 11- bis 13-jährige Mädchen und 14- bis 17-jährige Jungen weisen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf. Ausgerechnet diese befinden sich in einer für Wachstum und Aufbau der Knochen wichtigen Entwicklungsphase. Vitamin-D-Mangel erhöht darüber hinaus das Risiko, an Osteoporose, Rachitis, multipler Sklerose, Bluthochdruck, Diabetes oder Muskelschwäche zu erkranken.
Da die Deckung des Bedarfs über die Nahrung nur schwer realisierbar ist, empfiehlt die DGKJ unter anderem Bewegung im Freien. Mindestens eine halbe Stunde täglich und am besten mit unbedecktem Kopf und mit freien Armen und Beinen.
Die genauen Empfehlungen der DGKJ zur Vitamin-D-Zufuhr finden Sie hier.
Quellen: DGKJ e.V., springermedizin.at
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