Blutfettwerte und Insulinproduktion können durch den Verzehr von Gewürzen gesenkt werden. Das haben Wissenschaftler an der Pennsylvania State University (USA) heraus gefunden. Im ‘Journal of Nutrition’ stellten sie nun ihre Ergebnisse vor. Besonders erhöhte Triglyzeridwerte, die Risikofaktor für Thrombosen oder Arteriosklerose sind, konnten im Anschluss an eine fettreiche, gewürzte Mahlzeit um 30 % gesenkt werden.
Im Rahmen der Studie wurden Testessen durchgeführt. Sechs gesunden, übergewichtigen Männern wurde an einem Tag ein Drei-Gänge-Menü ohne Gewürze serviert. Eine Woche später erhielten die gleichen Teilnehmer ein Menü mit Kräutern und Gewürzen: Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzer Pfeffer. Allesamt bekannt für ihre antioxidative Wirkung.
Den Testpersonen wurde insgesamt acht Mal Blut abgenommen. Einmal vor der Mahlzeit und sieben Mal danach. Die Analyse der Blutwerte ergab, dass der Verzehr der gewürzten Speisen zu deutlich besseren Blutfettwerten führte. Nicht nur die Triglyzeridwerte waren 30 % niedriger, es wurde auch eine um 20 % verringerte Insulinausschüttung festgestellt.
Allerdings sollte diese Erkenntnis nicht als Freibrief für den Konsum fettiger Mahlzeiten verstanden werden. Auch wenn Speisen gut gewürzt sind – die Kalorien der Mahlzeiten setzen dem Körper trotzdem zu.
Quelle: doi: 10.3945/jn.111.138966
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
